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Sanierung der Mühlwaldhalle liegt exakt im Zeitplan

Nutzungsgebühren festgelegt und Namen vergeben – Über Photovoltaikzuschuss soll im Februar diskutiert werden

Angelbachtal. (ram) Ob es an den kühlen 17 Grad im Foyer der Sonnenberghalle lag, bei denen keiner der Bürgervertreter seine Jacke ablegen wollte, oder an den Themen der knappen Tagesordnung, dies kann nur spekuliert werden. Jedenfalls wurde in der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres kaum diskutiert und nur einstimmig entschieden.

Um 20 Prozent werden die Gebühren für die Nutzung der Sonnenberghalle steigen. Im Jahr 2020 waren aufgrund der Coronapandemie nur die Gebühren für die Hallennutzung bei Vereins-Veranstaltungen und gewerblicher Nutzung angepasst worden.

Seit 18 Jahren unverändert waren die Kosten für die regelmäßige Hallenbenutzung durch die Vereine. Sie betrug bisher fünf Euro pro Hallendrittel und Stunde und steigt jetzt auf sechs Euro inklusive Mehrwertsteuer. Gedeckt werden mit den Gebühren rund 28 Prozent der Betriebs- und Unterhaltungskosten, so Rechnungsamtsleiter Peter Horsinka. Dabei ging er auch auf verschiedene Kostensteigerungen ein, etwa für Strom, Hackschnitzel oder Pallets sowie die Reinigungsarbeiten.

Gerechnet auf die 2448 Stunden, welche die Halle im Jahr 2019 von den Vereinen genutzt wurde, liegen die Mehreinnahmen und die Mehrkosten für die Vereine bei 2448 Euro im Jahr. Gelten sollen die neuen Gebühren, die für Sportangebote mit Jugendlichen nur vier Euro betragen, auch für die ehemalige Sporthalle des TSV Angelbachtal, neben dem Sportplatz in Michelfeld.

Diese stark sanierungsbedürftige Halle hatte die Gemeinde im Jahr 2021 vom Verein übernommen. Seit Januar laufen die auf rund 2,7 Millionen Euro bezifferten Sanierungsarbeiten. Die Maßnahme liege exakt im Bauzeitenplan, erklärt Bürgermeister Frank Werner auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Außenarbeiten sind weitgehend abgeschlossen, die neue Holz-Pelletheizung bereits in Betrieb. Derzeit laufen die Trockenbau- und Elektroinstallationsarbeiten, die Fliesenleger arbeiten an den Sanitärräumen.

Doch nicht nur die Gebühren für die sportliche Nutzung der beiden Hallen steigen um 20 Prozent, auch die Hallenmiete für Veranstaltungen wurde mit der einstimmigen Entscheidung der Bürgervertreter um diesen Prozentsatz angepasst.

Auch einen Namen hat die Halle beim Sportplatz in Michelfeld nun, die nach Abschluss der Sanierungsarbeiten voraussichtlich ab dem Frühjahr 2023 wieder genutzt werden kann. Ohne Aussprache votierte der Gemeinderat für den Verwaltungsvorschlag „Mühlwaldhalle“, der sich einerseits deutlich von der Sonnenberghalle in der Ortsmitte unterscheide und gleichzeitig auch den Bezug zum angrenzenden Wald habe, so Bürgermeister Frank Werner. Ganz neu war diese Namensidee nicht, sie hatte in den vergangenen Wochen schon im Ort die Runde gemacht und so konnte SPD-Gemeinderat Frank Reinbold auch von ausschließlich positiven Rückmeldungen dazu aus der Bevölkerung berichten.

Bei den Haushaltsberatungen diskutiert werden soll der Vorschlag von Frank Reinbold, kleine als „Balkonkraftwerke“ bezeichnete Photovoltaikanlagen mit einem Zuschuss zu fördern. Auch über die Förderung von großen Anlagen auf Privathäusern soll dabei voraussichtlich im kommenden Februar gesprochen werden.

 

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