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Sonnenbergschule könnte ihren Strom künftig auf dem Dach produzieren

Gemeindehaushalt wurde beraten – Photovoltaikanlage und digitales Rats-Informationssystem werden in Finanzplanung aufgenommen


Angelbachtal. (ram) Gut zwei Stunden beschäftigten sich die Gemeinderäte bei ihrer jüngsten Zusammenkunft im Rathaus mit den Zahlen des diesjährigen Finanzhaushaltes. Rechnungsamtsleiter Peter Horsinka zeigte anhand einer Präsentation die Einnahmesituation der Gemeinde und ging auf die Verwaltungsausgaben sowie die laufenden und in den nächsten Jahren geplanten Investitionen ein. Die Eckpunkte und die größten Ausgaben hatte Bürgermeister Frank Werner bei der Vorlage des Haushaltsplanentwurfs Ende Januar bereits vorgestellt (wir haben berichtet). Deutlich wurde schon damals, dass die Einnahmen im rund 15,2 Millionen Euro schweren Finanzhaushalt voraussichtlich nicht ausreichen werden. Rund 200000 Euro müssen deshalb den Rücklagen entnommen werden, um die Kosten der Verwaltungsausgaben zu decken. Dazu kommen geplante Investitionen in Höhe von etwa 1,8 Millionen, die zwar teilweise über Bauplatzverkäufe finanziert werden sollen, aber auch gut 700000 Euro aus den Rücklagen benötigen. Diese dürfte zum Ende das Jahres noch rund 3,3 Millionen Euro betragen, so Peter Horsinka. Kreditaufnahmen sind nicht vorgesehen.
Diskutiert wurde vor allem über die vorgesehenen Maßnahmen, Brückenprüfung und Sanierungen, über die angesetzten 30000 Euro für den Austausch der Mähroboter am Sportplatz Michelfeld erkundigte Nico Heinrich (Junge Liste), Markus Haaß (BV/CDU) schlug vor, im Rahmen des Baus von Stromanschlüssen am Festplatz auch Wasseranschlüsse zu legen. Diese könnten auch für einen Wasserspielplatz dienlich sein, den sich die Junge Liste schon länger wünscht, ergänzte Elisabeth Olesch. Ein neues Rednerpult für die Aussegnungshalle am Friedhof Eichtersheim regte Frank Reinbold (Freie Wähler) an. Frank Dreher (BV/CDU) wünschte sich vor der Erschließung des Baugebiets „Sonnenberg“ zunächst den Abverkauf der Bauplätze am unten Eichenweg. Weiter blickte er kritisch auf die Immobilien der Gemeinde und fragte, ob man langfristig Gebäude halten könne, die nicht für die Kernaufgaben notwendig seien. Einige ältere Gebäude waren in den letzten Jahren für die Unterbringung von Geflüchteten erworben worden. Bürgermeister Frank Werner schlug vor, bei einer der nächsten Sitzungen eine Liste der kommunalen Gebäude und ihrer Nutzung vorzulegen, so dass man darüber diskutieren könne. 
In den Haushaltsplan eingearbeitet werden soll der Vorschlag von Roland Lang (BV/CDU), auf das gerade in Sanierung befindliche Dach der Sonnenbergschule eine eigene 75kWp große Photovoltaikanlage mit 100 Kilowatt Speicherakku für Schule und Sonnenberghalle zu installieren. Wie Bauverwaltungsleiter Daniel Oestrich erklärte, waren in der Vergangenheit bereits Dachflächen der Schule zur Stromerzeugung verpachtet, hier laufen die Verträge demnächst aus. Weiter wolle man die Tragfähigkeit der freien Dachflächen prüfen. Die etwa 150000 Euro Investitionskosten könnten sich bei den hohen Stromkosten für die Gebäude bereits kurzfristig amortisieren, rechnete Lang vor.
Ebenfalls im Zahlenwerk ergänzt werden soll ein Vorschlag von Lukas Del Monego (Junge Liste), ein digitales Rats-Informationssystem einzuführen. 15000 Euro sollen deshalb für einheitliche Endgeräte der Gemeinderäte eingeplant werden. Beschlossen werden soll der Haushaltsplan in der nächsten Ratssitzung, die am 23. Februar um 19 Uhr stattfindet. 

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