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Vermögens- und Internet-Straftaten sind auf dem Vormarsch

Große Feste beeinflussen Kriminalität nicht – Polizeistatistik 2025 vorgestellt und Pfingstmarktbilanz gezogen

Angelbachtal. (ram) Zwar liegt die Kriminalität in Angelbachtal im Vergleich mit den Städten und dem Land weiter auf niedrigem Niveau, doch sei die Zahl der Straftaten „etwas nach oben gegangen“. So fasste der Leiter des Polizeireviers Sinsheim, Thorsten Pisot-Schuh jetzt im Gemeinderat bei der Vorstellung der Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2025 zusammen. Deutlich wurde dabei, dass nicht die Großveranstaltungen wie Pfingstmarkt und Mittelalterfest für die Zahlen verantwortlich sind, vielmehr gab es im Sitzungsverlauf ein positives Fazit zum zurückliegenden Pfingstmarkt.
Von 85 registrierten Straftaten im Jahr 2024 stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf 115, so Pisot-Schuh, der allerdings deutlich machte, dass die Zahlen in der gesamten Region leicht nach oben gingen. Im Detail sind es vor allem die Vermögens- und Fälschungsdelikte, die von 12 auf 33 Fälle angestiegen sind und häufig über das Internet passieren. Gestiegen ist auch die Zahl der Sachbeschädigungen, von sechs auf 20 Fälle. Die Wohnungseinbrüche stiegen von zwei auf sechs. „Wenig bis gar nicht aufgeklärt“ könne in diesen Kriminalitätsbereichen werden, da die Taten häufig im Verborgenen und ohne Zeugen passierten, so der Postenführer des Polizeipostens Angelbachtal, Thomas Gion. Dies erklärte auch den Rückgang der hiesigen Aufklärungsquote von rund 65 auf 39 Prozent.
Rückläufig seien die Aggressions- und Straßenkriminalität, die Straftaten im Zusammenhang mit der sexuellen Selbstbestimmung und auch die Rauschgiftdelikte, so die Polizisten. Die Rohheitsdelikte sanken beispielsweise von 22 auf zwölf. 
Wenig Veränderung gab es bei den Verkehrsunfällen. Hier stieg die Zahl von 74 auf 78 Unfälle, bei der großen Mehrheit blieb es bei Blechschäden, die Zahl der Verletzten blieb mit sechs aber gleich. Statistisch betrachtet stieg die Zahl der „jungen Fahrer“ bei den Unfällen leicht von vier auf sieben, bei den „Senioren“ blieb die Zahl mit neun konstant.
Zur Sprache kamen von den Bürgervertretern auch Fußballaufkleber an Straßenlampen und Graffitis an Wänden, die sich inzwischen an vielen Stellen in der Region findet. Hier sprach Pisot-Schuh von einem wahren „Graffitikrieg“ zwischen den Anhängern verschiedener Fußballvereine. Täter seien dabei leider kaum zu ermitteln.
Bürgermeister Frank Werner lobte die gute und enge Zusammenarbeit mit der Polizei und dankte den Beamten für die Vorstellung der polizeilichen Kriminalitätsstatistik. Hervor hob er auch die Polizeipräsenz beim Pfingstmarkt vor wenigen Wochen. Jedoch spielen die kulturellen Großveranstaltungen, zu denen auch die Highland Games und der Mittelaltermarkt gehören, keine Rolle in Sachen Kriminalität, so das Fazit des Bürgermeisters.
So berichteten bei den Anfragen zwar Gemeinderäte, dass in der Nacht wohl in einen Vorgarten in der Schulstraße die Notdurft verrichtet worden wäre, was zu Unmut beim Grundstückseigentümer führte, doch fiel die Pfingstmarkt-Bilanz insgesamt sehr positiv aus. Von einem „sehr guten Besuch am Pfingstsonntag“ sprach der Bürgermeister beim Tagesordnungspunkt Bekanntgaben. 10685 Besucher hatten Eintrittskarten für die Schlossparkbeleuchtung gekauft. Nur schätzen lässt sich die deutlich höhere Gesamtzahl der Besucher, denn alle Gäste unter 14 Jahren benötigen keine Eintrittskarte. 
Für die Vereine mit ihrem Speisenangebot in den Zelten sei es tagsüber teilweise zu warm gewesen. Gleichzeitig gab Werner zu bedenken, dass man nicht Jahr für Jahr zu neuen Rekorden kommen könne. Sehr gut komme das seit einigen Jahren etablieret Konzept mit den Weingütern im Schlosspark an. Man sei „sehr, sehr zufrieden“, so die Bilanz von den drei Festtagen.

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