Gemeinderat befasste sich mit Starkregen – Vorstellung in einer Einwohnerversammlung – Hallenbeleuchtung wird erneuert
Angelbachtal. (ram) Es ist kaum genau vorherzusagen und passiert meist innerhalb weniger Minuten: Lokal heftige Regenfälle führten in den letzten Jahren Landesweit immer wieder zu großen Schäden. Deshalb hatte der Gemeinderat bereits vor einiger Zeit eine Starkregenuntersuchung für das Gemeindegebiet in Auftrag gegeben. Nun stellte Nadine Seibert vom Ingenieurbüro Willaredt ihr Gutachten vor. Dieses baut unter anderem auf den im Jahr 2016 untersuchten Hochwassergefahrenkarten der Bachbereiche auf. Sinnflutartige Regenfälle werden aufgrund des Klimawandels immer häufiger, schickte die Ingenieurin vorweg, bevor sie die Berechnungsmethodik und die daraus entstandenen Karten einging, die neben der möglichen Wasserhöhe auch die Fließgeschwindigkeit zeigen.
Die entstandenen Karten sollten die Bürger nun näher betrachten, um daraus gegebenenfalls Maßnahmen für ihre Häuser und Grundstücke abzuleiten. Deutlich wurde auch: Durch beispielsweise größere Kanäle lassen sich Schäden, die aufgrund lokal auftretender heftiger Regenfällen entstehen, kaum verhindern.
Eine gute Nachricht gab es zur Untersuchung aber auch: Die vor Jahrzehnten an den westlichen Ortsrändern gebauten Rückhalteflächen liegen an den richtigen Stellen und würden große Teile des Wassers aufnehmen, wenn es in diesem Gemeindegebiet heftigst regnen würde. Für die Bevölkerung soll die Starkregenuntersuchung im Rahmen einer Einwohnerversammlung vorgestellt werden, die am Donnerstag, 22. Oktober um 18:30 Uhr in der Sonnenberghalle stattfindet. Dabei wird auch das Thema „Notfallvorsorge“ und „Krisenmanagement“ Thema sein.
Vergeben wurden in der Ratssitzung auch die Arbeiten zum Austausch der Beleuchtung in der 21 Jahre alten Sonnenberghalle. Die dort eingesetzten konventionellen Leuchtstofflampen sind in der Zukunft nicht mehr als Ersatzteile erhältlich. Deshalb wird nun auf sparsamere LED-Beleuchtung gesetzt, die sich bereits nach sieben Jahren aromatisieren soll, wie Bauverwaltungsleiter Daniel Oestrich erklärte. Knapp 70000 Euro wird die gesamte Umrüstung kosten.
Vergeben wurde zunächst der Tausch in der Halle an die Firma Esche aus Epfenbach. Der Bühnenbereich und die Nebenräume sollen vom Gemeindebauhof in Eigenregie umgebaut werden.