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Kritische Stimmen und Lob zur Planung von 16 Wohneinheiten

Gemeinderat erteilte aber sein Einvernehmen – Parkplätze nehmen viel Raum ein


Angelbachtal. (ram) Seit vielen Jahren liegt das große Grundstück des ehemaligen evangelischen Pfarrgartens in der Michelfelder Friedrichstraße brach. Nachdem ein neues evangelisches Pfarrhaus durch die Kirchengemeinde errichtet wurde, gab es erste Planungen auf dem etwa 2400 Quadratmeter großen Grundstücks durch das in Sinsheim-Eschelbach ansässige Unternehmen Herrmann Massivhaus. Die Planungen aus dem Jahr 2015, drei Gebäude mit jeweils drei Wohneinheiten zu errichten konnte aus verschiedenen Gründen nicht realisiert werden, erklärte Geschäftsführer Jan-Michael Herrmann den Gemeinderäten, als er seine neuen Planungen vorstellte.
Diese sehen nun nur noch zwei Gebäude mit je acht Wohnungen zwischen 60 und 70 Quadratmetern vor, die heute viel eher gefragt seien, als die ursprünglich geplanten Wohnungen mit einer Größe von 135 Quadratmetern, so Herrmann. Insgesamt 32 Fahrzeugstellplätze sind für die 16 Wohneinheiten in Tiefgarage und oberirdisch vorgesehen, dazu Fahrradabstellräume und Fahrstühle für die Barrierefreiheit. Auch einen kleinen Kinderspielplatz zeigt der Plan.
Kritik aus dem Rat gab es an der Massivität der Gebäude. Lukas Del Monego (Junge Liste) bezeichnete diese als „überdimensioniert“ und seine Fraktionskollegin Elisabeth Olesch kritisierte den Parkplatz für 16 Fahrzeuge vor dem Gebäude, der nach ihren Worten mit einem Supermarktparkplatz verwechselt werden könne. Doch es gab auch lobende Worte: „Man muss froh sein, wenn es in die Vermarktung geht“ meinte Heimo Linse (Bunte Liste) und Jürgen Lutz (Freie Wähler) begrüßte die kleineren Wohneinheiten. Gleichzeitig machte Herrmann deutlich, dass es sich um ein sehr großes Grundstück handle, und dieses nur so wirtschaftlich vermarktet werden könne. 
„Die Wohnungsnot lässt sich nur lösen, wenn man baut“, hatte Bürgermeister Frank Werner schon eingangs betont, und damit auch empfohlen, grünes Licht für das Projekt zu geben. Bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung erteilte der Rat das Einvernehmen der Gemeinde für das Vorhaben. 

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