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Kommunale Wärmenetz-Untersuchung soll gestartet werden

Kritische Stimmen der Bürgervertreter bei Planungsvergabe – Gemeinde zur Planung verpflichtet 


Angelbachtal. (ram) Nicht ganz unumstritten ist die gesetzlich geforderte kommunale Wärmeplanung in kleineren Kommunen, mit der sich nun der Gemeinderat zu befassen hatte. Untersucht werden soll in einem Gutachten, wo es Sinn macht, ein kommunales Wärmenetz zu errichten, und wo aufgrund der örtlichen Gegebenheiten weiterhin dezentrale Heizung in den privaten Wohngebäuden sinnvoll sind. Einen niedrigen fünfstellen Betrag wir die Gemeinde, die im Rathaus auch einiges an Zuarbeit in Form von Zahlen und Daten leisten muss, die Planung insgesamt kosten. 80 Prozent wird als Zuschuss vom Bund erstattet.
Steven Parstorfer von der AVR Energie GmbH gab während der Sitzung einen kurzen Überblick, was im Rahmen der vereinfachten Wärmeplanung, wie sie für kleinere Gemeinden möglich ist, untersucht und ausgewertet wird: Bestandsanalysen, Verbrauchsschwerpunkte und die Bewertung ungenutzter Energiepotentiale beispielsweise durch industrielle Abwärme gehören dazu. Gleichzeitig machte Parstorfer den Bürgervertretern keine großen Hoffnungen hinsichtlich der zu erwartenden Ergebnisse in ländlichen Gemeinden. Aufgrund der Weitläufigkeit seien größere Wärmenetze meist nicht wirtschaftlich sinnvoll. Gleichzeitig wurde deutlich, dass sich aus diesem Planungsgutachten keine Verpflichtung für die Bürger ergeben.
„Bedingt begeistert“ äußerte Roland Land (BV/CDU) seine Bedenken auch mit Blick auf die Kosten, denn es sei ja bereits an verschiedenen Beispielen festgestellt worden, dass es sich nicht rechne. Mehr Klarheit vom Gesetzgeber wünschte sich Heimo Linse (Bunte Liste) zu der Frage, wie die Energieversorgung der Zukunft aussehe. Hier sei die Bevölkerung inzwischen sehr verunsichert.
Sein Fraktionskollege Christoph Haag erkundigte sich, welche Möglichkeiten es gäbe, wenn kein Wärmenetz in Form von Fernwärme aus erneuerbaren Energien möglich wäre. Parstorfer erklärte, dass dann weiterhin dezentrale Heizungen, beispielsweise Biomasse, Wärmepumpen oder Biogas in den Plangebieten als Sinnvoll ausgewiesen wären.
Beauftragt werden soll die Planung zusammen mit den Gemeinden Zuzenhausen und Malsch, wie Bürgermeister Frank Werner erklärte. Verschiedene Angebote seien dazu vorgelegen. Deutlich machte Werner vor der Abstimmung, dass die Gemeinde keinen Handlungsspielraum habe und der gesetzlichen Forderung nachkommen müsse, weshalb er auf Zustimmung hoffe. Vergeben wurde bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung an die AVR Energie GmbH aus Sinsheim.

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