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Bauakten sollen künftig nicht mehr im Schrank lagern

Akten-Digitalisierung wurde vergeben - Schulaula und Dach müssen saniert werden


Angelbachtal. (ram) Gebaut werden soll ab den Pfingstferien in der Sonnenbergschule. Der Mittelpunkt der Schule, die Aula mit großer Bühne soll saniert werden. Wie Bauverwaltungsleiter Daniel Oestrich und Bürgermeister Frank Werner jetzt dem Gemeinderat erklärten, ist geplant den Estrich und den Bodenbelag in Aula und auf der Bühne zu erneuern. Anschließend ist vorgesehen, neue Heizkörper zu montieren und die Festverglasung an den Gebäudeseiten zu erneuern. Die Fenster-Arbeiten konnten nach einer beschränkten Ausschreibung einstimmig an die Firma Rath aus Bad Rappenau vergeben werden. Die weiteren Arbeiten sollen noch ausgeschrieben werden.
Aufgrund der Trockenzeiten des Estrichs seien die Sommerferien für die Baumaßnahme nicht ausreichend. Bereits nach Pfingsten werden die Arbeiten deshalb beginnen, zum neuen Schuljahr soll die Aula dann wieder nutzbar sein. Ob weitere Maßnahmen am Schulgebäude erforderlich seien, wollte Elisabeth Olesch (Junge Liste) mit Blick auf die Kosten der Aulasanierung von rund 250000 Euro wissen. Geplant sei noch die Erneuerung des südseitigen Dachs im Grundschultrakt, die Nordseite wurde in den letzten Monaten bereits erneuert. Frank Reinbold (Freie Wähler) bat darum, während der Baumaßnahmen die Fluchtwege immer im Blick zu behalten. Roland Lang (BV/CDU) regte mit Blick auf die Heizkörpererneuerung an, eine Fußbodenheizung einzubauen. Dies wolle man Prüfen, so die Verwaltung. Sein Fraktionskollege Markus Haaß verwies auf die schlechte Akustik in der Aula und schlug vor, diese im Zuge der Baumaßnahmen zu verbessern. 
Einstimmig vom Rat beschlossen wurde auch die Digitalisierung der Bauakten im Bauamt. Rund 1900 Bauakten in Papierform gäbe es derzeit. Sie brauchen enorm viel Platz und mit Blick auf die Rathaussanierung, für welche die Verwaltung vorübergehend umziehen muss, sollen die Unterlagen nun eingescannt und digital abgelegt werden. Mit der Digitalisierung wird auch eine Texterkennung durchgeführt, so dass man in den Unterlagen später digital suchen kann.
Zwei Angebote hatte die Verwaltung dazu eingeholt. Vergeben wurde an den günstigsten Anbieter, die Firma Infoscan aus Sinsheim. Da Bauanträge seit vergangenem Jahr nur noch elektronisch eingereicht werden, kann das Bauamt somit in Kürze ausschließlich digital arbeiten. Entsorgt werden die Bauakten jedoch nicht, diese werden in Kartons archiviert.
Ermächtigt wurde der Bürgermeister, in den kommenden Wochen einen neuen Stromliefervertrag für die kommunalen Gebäude abzuschließen. Der zweijährige Vertrag läuft zum Jahresende aus. Rund 600000 Kilowattstunden Strom benötigt die Gemeinde jährlich, mit rund 260000 Kilowattstunden ist die Schule mit Sonnenberghalle und Mensa größter Verbraucher. Etwa 180000 Euro musste die Gemeinde im vergangenen Jahr für den Strom aller Gebäude bezahlen. Entsprechend dem Gemeinderatswunsch bei den Haushaltsberatungen soll auf dem Schuldach in den kommenden Monaten eine große Photovoltaikanlage installiert werden, so dass der Strombedarf sinken wird. Im neuen Stromliefervertrag werde dies bereits berücksichtigt, so Rechnungsamtsleiter Peter Horsinka.
 

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