Unverständnis für lange Verfahrensdauer der Bebauungsplanänderung im Gemeinderat – Forstbetriebsplan 2026 genehmigt
Angelbachtal. (ram) Mit Bauangelegenheiten hatte sich der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zu befassen, die Änderung des Bebauungsplans „Angellocher Weg/Etzwiese“ wurde einstimmig gebilligt, Instandsetzungsarbeiten im Straßenbau für kleinere und spontane Reparaturarbeiten wie Wasserrohrbrüchen vergeben.
Inhaltlich gab es über die Bebauungsplanänderung am Michelfelder Ortsrand nichts zu diskutieren. Der Aufstellungsbeschluss wurde vor fast genau zwei Jahren gefasst und seither läuft das Verfahren. Hauptinhalt ist die Erweiterung der Verkaufsfläche des dort ansässigen Netto-Verbrauchermarktes. Von aktuell 800 Quadratmetern möchte der Betreiber den Markt auf 1000 Quadratmeter vergrößern, das Gebäude soll rund zehn Meter auf ein derzeit brachliegendes Wiesengrundstück erweiterte werden. Schon bisher war das freie Grundstück als Gewerbegebiet ausgewiesen, jetzt ändern sich die Grundstückszuschnitte und die Grenzbebaubarkeit.
Somit war es eher Unverständnis am Ratstisch, warum für so eine kleine Änderung zwei Jahre geplant und Behörden angehört werden müssen. „Ich finde es einfach nur Krank“, kommentierte Roland Lang (BV/CDU) und auch Heimo Linse (Bunte Liste) kritisierte den bürokratischen Aufwand. Lob gab es von Gemeinderat Lukas Del Monego (Junge Liste) für die jüngst auf dem Parkplatz gepflanzten Bäume durch den Betreiber.
Wie Planer Dietmar Glup ausführte, waren die Rückmeldungen der Behörden in der Offenlage weitestgehend informell oder führten zu kleinen redaktionellen Änderungen im Bebauungsplantext. Somit konnte der Plan einstimmig beschlossen werden.
Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde in der Sitzung der Forstwirtschaftliche Betriebsplan für das kommende Jahr, auch wenn dieser aufgrund niedriger Holzpreise einen Verlust von rund 7000 Euro vorsieht. Gerechnet wird von Förster Bernd Niederer mit 130000 Euro Einnahmen aus dem Holzverkauf. Rund 2000 Festmeter Holz sollen eingeschlagen werden, damit werde man etwa 500 Festmeter unter dem Durchschnitt der letzten Jahre liegen, so der Förster. Er betonte weiter, dass aufgrund von Trockenheit und dem Pilzbefall der Eschen seit dem Jahr 2019 das „Schadholz“ einen sehr hohen Anteil ausmache.
Hiebmaßnahme seien im Bereich des Dornreinwegs in Michelfeld und in Eichtersheim im Grenzgebiet zu Mühlhausen geplant. Eine erste Brennholzversteigerung kann witterungsbedingt erst im Januar durchgeführt werden.
Ohne gegenstimmen beschlossen wurde eine Satzung, die der Gemeinde das Vorkaufsrecht von Grundstücken und Gebäuden im Rahmen der geplanten Ortssanierung in Eichtersheim sichert. Sollte die Gemeinde von diesem Recht Gebrauch machen, müsse in jedem Einzelfall der Gemeinderat entscheiden, erklärte Bürgermeister Frank Werner dazu.