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Leichte Verzögerungen bei großer Hauptstraßensanierung

Seit vergangenem Oktober ist die Straße gesperrt – Dritter Bauabschnitt beginnt im Sommer


Angelbachtal. (ram) Die Arbeiten in der Eichtersheimer Hauptstraße schreiten weiter voran. Seit vergangenem Oktober ist die Hauptverkehrsader (B292) voll für den Verkehr gesperrt, um die Leitungen im Untergrund zu erneuern und später einen komplett neuen Straßenbelag aufzubringen.
Im ersten Bauabschnitt, zwischen dem Kreisel an der Schlossstraße und der Einmündung zur Friedrich-Hecker-Straße wurde bereits die Wasserleitung und auch die Hausanschlüsse erneuert. Auch zum Rathaus im Schlosspark hin wurde ebenfalls eine neue Wasserleitung verlegt.
Im zweiten Abschnitt erfolgte dann zunächst der Austausch des Kanals und später der Einbau einer neuen Wasserleitung. Derzeit sei man dabei, die neuen Hausanschlüsse auf der westlichen Straßenseite im zweiten Bauabschnitt fertig zu stellen, erklärte Gemeinde-Bauverwaltungsleiter Daniel Oestrich auf Anfrage. Dabei mussten auch Leitungen tiefer gelegt werden, um Platz für die neuen Glasfaserleitungen für schnelles Internet zu schaffen. Außerdem traf man auf einige Anschlüsse, die in den Plänen nicht enthalten waren. Diese stammen, wie die Wasserleitung, teilweise noch aus dem Jahr 1907, und wurden in den letzten 113 Jahren vermutlich nicht immer aktualisiert.
Insgesamt nehmen viele Anwohner das Angebot an, die alten Leitungen bis zum Hausanschlusspunkt auszutauschen, betont Oestrich. Dies sei einerseits positiv, sorge nun auch für Verzögerungen.
Jetzt werde im Gehwegbereich noch die Glasfaserleitung für schnelles Internet verlegt, bevor die Hausanschlüsse der anderen Straßenseite im Bereich der evangelischen Kirche erneuert werden können. Im Juli könnte in diesem Bauabschnitt dann der der Straßenbelag eingebaut werden. Dann sollen die Arbeiter der Firma Grimmig auch von einem zweiteren Bautrupp unterstützt werden.
Im Sommer könnte der dritte Bauabschnitt beginnen, schätzt Daniel Oestrich. Dieser erstreckt sich vom Bereich der Hauptstraßen-Kuppe bis zum Kreisverkehr der Heidelberger Straße (B39). Auch dort sollen Kanal und Wasserleitung erneuert sowie Glasfaserleitungen verlegt werden.
Der Zeitplan sah ursprünglich eine Bauzeit von zwölf Monaten vor. „Dies dürfte nicht ganz zu halten sein“, erklärte der Bauverwaltungsleiter. Derzeit schätzt er den Verzug auf etwa acht Wochen.
Nach den ursprünglichen Planungen hätte man jetzt damit begonnen, ein Provisorium für den Pfingstmarkt einzubauen, um die Straße während des großen Festes befahren zu können. Durch die coronabedingte Absage des Pfingstmarktes wird dies nicht notwendig. Aber der Verzug werde sich dadurch nicht kompensieren lassen, war aus dem Rathaus zu erfahren.
Solange fließt der Verkehr über Umleitungen durch andere Wohngebiete, was nach kleinen Anpassungen in den ersten Wochen inzwischen reibungslos funktioniert. Der Schwerverkehr wird überörtlich umgeleitet.
Für die Hauptstraßen-Anwohner sei die Baumaßnahme eine günstige Gelegenheit, sich preiswert einen Gasanschluss oder auch eine Glasfaserleitung für schnelles Internet ins Haus legen zu lassen, betont Bürgermeister Frank Werner. In einem Brief habe man die Anwohner informiert, aber auch darauf hingewiesen, dass nach dem Abschluss der Baumaßnahme die Straße und der Bürgersteig möglichst nicht gleich wieder geöffnet werden sollen.
Neben dem kompletten Neuaufbau des Straßenuntergrundes und des Asphalts wird auch die Gehwegführung an einigen Stellen leicht verändert werden. Weitere Sanierungsmaßnahmen sind an der großen Sandsteintreppe zur evangelischen Kirche notwendig. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro, den Großteil muss die Gemeinde tragen. Nur rund 400.000 Euro für die Fahrbahndecke übernimmt das Regierungspräsidium, weil es sich um eine Bundesstraße handelt.