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Weihnachtsgruß von Bürgermeister Frank Werner

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

der Endspurt des Jahres 2019 ist fast geschafft: Weihnachten und der Jahreswechsel stehen unmittelbar vor der Tür und wir freuen uns auf ein paar etwas ruhigere Tage. Der Jahreswechsel lädt uns ein, auf das abgelaufene Jahr nochmals zurückzublicken.

Angelbachtal hat sich 2019 weiter gut entwickelt, in Rat und Verwaltung konnten wir viele Themen umsetzen, voranbringen und vorbereiten. Der vordere Teil der Brunnenstraße ist saniert, ein Teilbereich der Wilhelmstraße ebenso, was den Anwohnern im Ausbaubereich zukünftig neben einem hohen Maß an Versorgungssicherheit auch den lange gehegten Wunsch nach einer Aufenthaltsfunktion am historischen Lindenplatz bietet. Nach langen und mühevollen Verhandlungen mit dem Bund gelang es, die Generalsanierung der B292 im Verlauf der Hauptstraße anzugehen. Für beide Vorhaben zusammen investiert die Gemeinde rund 3 Mio. Euro. Die Sanierung der Friedhofstraße mussten wir aus diesem Grunde auf 2020 verschieben.  

Über 2 Mio. Euro haben wir für die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens „Am Sonnenberg“ und den Umbau des Kindergartens „Zur Dorfmitte“ zur reinen Kinderkrippe mit weiteren 20 Krippenplätzen investiert und damit unseren jungen Familien ein noch größeres Spektrum der Kinderbetreuung ermöglicht. Auch der Naturerlebnispfad mit Waldspielplatz direkt beim Baugebiet „Am Röhrigwald“ ist zu einem Anziehungspunkt für Familien geworden.  

Das neue Seniorenkonzept wird gut angenommen und die Fusion der beiden TSV´s war als historischer Moment für die Gemeindegeschichte zu konstatieren und hat den Weg für die Zukunft frei gemacht. Die neuen Bestattungsformen werden baulich umgesetzt, wie man auf dem Michelfelder Friedhof bereits sehen kann. Als privates Bauprojekt ist der Neubau der Kraichgau-Immobilien für das überregionale Geschäftsgebiet der Volksbank Kraichgau ein großer Glücksfall für unsere Gemeinde: Dies sowohl als zukünftiges Serviceangebot für die Angelbachtaler Bevölkerung wie auch für die Stärkung der gewerblichen Strukturen in unserer Gemeinde.

Mit dem Blick auf das kommende Jahr 2020 treiben mich aber auch Probleme um. So bereitet mir vor allem die Bevölkerungsentwicklung Angelbachtals Sorgen: Obwohl wir in den letzten Jahren Wohnraum in der sogenannten Innenentwicklung und im Neubaugebiet Wackeldorn geschaffen haben, nimmt die Bevölkerung bereits schon wieder ab. Es droht ein schleichender Verlust unserer Lebensqualität in Angelbachtal. Wir laufen Gefahr, grundlegend wichtige Funktionen für das tägliche Leben im Ort zu verlieren. Was konkret auf dem Spiel steht, sehen wir, wenn wir auf die Infrastruktur kleinerer Kraichgaugemeinden blicken. Unsere Gemeinde muss jedoch attraktiv bleiben. Deshalb müssen wir reagieren und gegensteuern, vorrangig wie bisher im Innerortsbereich, aber auch mit einem kleinen Neubaugebiet, für das der Gemeinderat kürzlich 4 kleine Suchbereiche ins Rennen geschickt hat, um letztlich ein Gebiet realisieren zu können. Realistisch wird dies allerdings erst in ca. drei Jahren soweit sein können.

Arbeitsthemen von Rat und Verwaltung werden im kommenden Jahr zum Beispiel der weitere Vollzug des Klimaschutzkonzeptes, der Glasfaserausbau, die Sanierung der rechten Heckerhaushälfte, die weitere Umsetzung des Sportflächenkonzeptes und, als private Bauvorhaben, die Wohnbauentwicklung im Areal des ehemaligen Gasthauses Hirsch sowie die Tagespflegeeinrichtung in der ehemaligen Bäckerei Krotz sein. Es gibt also viele Themen, die wir 2020 zu diskutieren und zu entscheiden haben.

Bedanken möchte ich mich für die gute Zusammenarbeit mit den Damen und Herren unseres alten und neuen Gemeinderates. Für viele Entscheidungen haben wir in intensiven Diskussionen immer wieder versucht, die beste Lösung für unsere Gemeinde zu finden. Ein großes Lob will ich auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung richten für deren engagierte Arbeit in Sinne unserer Bevölkerung.

Meine größte persönliche Unterstützung gilt auch dem vielfältigen Ehrenamt in Angelbachtal. Das Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger in Kirchen, Vereinen und Organisationen kann sich wirklich sehen lassen, auch wenn es Jahr für Jahr schwerer zu leisten ist. Auch hierfür gebührt mein herzlicher Dank.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich werde mich auch im kommenden Jahr mit meiner ganzen Kraft weiter in den Dienst unserer liebenswerten Gemeinde stellen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben ein friedvolles Weihnachtsfest und für das neue Jahr Gesundheit, Erfolg, Zufriedenheit und Gottes Segen.

Herzlichst

Ihr Frank Werner

Bürgermeister