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Gemeinde hatte zum Jugendforum eingeladen

Über Verkehrssicherheit und Bevölkerungsentwicklung wurde diskutiert
Gemeinde hatte zum Jugendforum eingeladen – Bürgermeister berichtete über aktuelle Themen


Angelbachtal. (ram) Die Meinung der Jugend war jetzt beim Jugendforum mit Bürgermeister Frank Werner gefragt. Eingeladen in die Mensa gleich neben dem Jugendtreff waren dazu alle Angelbachtaler zwischen 13 und 18 Jahren. Das Motto lautete: „Auch du bist Angelbachtal - mitdenken, mitreden, mitentscheiden.“ Als „eine lockere und angenehme Gesprächsrunde“ fasste Frank Werner die Veranstaltung anschließend zusammen, auch wenn mit nur 16 Jugendlichen die Resonanz deutlich geringer war als beim ersten Jugendforum im Herbst 2018. Schuld sei unter anderem der Termin gewesen, da gerade viele Klausuren in den Schulen anstünden, war von den Teilnehmern zu erfahren.
Bei Brezeln und Getränken blickte der Bürgermeister zunächst auf das Jahr seit dem letzten Jugendforum zurück: Die angeregte Schulbushaltestelle „Wackeldorn“ im Bereich Autohaus Heckel befindet seit einiger Zeit in Betrieb. Der Wunsch bei Flutlicht Fußball spielen zu können, wurde den Jugendlichen auf dem Eichtersheimer Bolzplatz an drei Terminen ermöglicht, auf dem Spielplatz „Binzig“ steht nun auch ein zweites Fußballtor.
In diesem Jahr stellte die Eröffnung des Naturerlebnispfades ein großes Highlight für die Gemeinde da, erklärte Frank Werner. Der circa 2,8 km lange Rundweg vermittelt mittels Erlebnisstationen und Informationstafeln Erkenntnisse und Lerninhalte über verschiedene Themen des Waldes.
Weiter berichtete der Bürgermeister über die Wahl des neuen Gemeinderates, über den Ausbau des schnellen Internets, über das Sportflächenkonzept und über die in Planung befindlichen Projekte, wie den Calisthenics-Park im Bereich Dorfmitte.
Ein besonderes Interesse der Jugendlichen war bei der Thematik Bevölkerungsentwicklung spürbar, auf die Frank Werner einging und deutlich machte, dass trotz zahlreicher Neubauflächen die Einwohnerzahl der Gemeinde gerade konstant bleibe. Jahr für Jahr verlasse beispielsweise eine nennenswerte Zahl von jungen Erwachsenen den Ort, um eine Ausbildung oder ein Studium zu beginnen, machte er deutlich. Viele Häuser im Ortskern würden nur noch von einer Person bewohnt, stellte ein Jugendlicher fest.
Neben Facebook oder Instagram war auch die ab 2020 im Angebot befindliche Schulsozialarbeit ein Gesprächsthema der Jugendlichen. Fabian Spieß, Leiter des kommunalen Jugendzentrums „Place2Be“, berichtete über Risiken, welche soziale Medien mit sich bringen können. Gerade deshalb, betonte er, sei die Schulsozialarbeit ein wichtiger und notwendiger Baustein in der heutigen medialen Zeit.
Ein Anliegen, welches die Jugendlichen vorbrachten, war die Verkehrssicherheit in und um Angelbachtal: In die Straßen oder Bürgersteige einwachsende Hecken, schlecht einsehbare Kreuzungen oder Unfallschwerpunkte wurden hinterfragt. Damit verbunden auch die Frage, wann der angedachte Verkehrskreisel in der Michelfelder Ortsmitte, an der Kreuzung zur Karlstraße, realisiert werden könnte. Aktuell gebe es hier noch offene Fragen zu klären, so der Bürgermeister.
Auch eine Skateboardstrecke oder Fahrradtrial wurde von den Jugendlichen ins Gespräch gebracht, die feststellten, dass Angelbachtal aus Sicht der Jugend eine sehr attraktive Gemeinde ist und bleiben soll.
Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein offenes Ende im Jugendzentrum. Mit frischem Popcorn versorgt, kam noch die ein oder andere Partie am Tischkicker und am Billardtisch zustande.