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Auch mit Klavierbegleitung hat das „Quartetto Brioso“ überzeugt

Streichensemble war wiederholt im Foyer der Sonnenberghalle zu Gast – Veranstaltungsreihe „Kultur am Sonnenberg“ fortgesetzt
 
Angelbachtal. (abc) Nach zweijähriger Pause war das Streichensemble „Quartetto Brioso“ am Freitagabend wiederholt im Foyer der Sonnenberghalle zu hören. Gleichzeitig wurde mit dem klassischen Konzert die Veranstaltungsreihe „Kultur am Sonnenberg“ fortgesetzt. Die Begrüßung der zahlreichen Zuhörer übernahm Gemeinderat Hubert Mildenberger stellvertretend für Bürgermeister Frank Werner. Aufgrund anderer Verpflichtungen traf das Dorfoberhaupt etwas verspätet ein und bekam erst den zweiten Teil des Konzertes mit. Als erstes Stück war das Klavierquintett op. 40 c-moll von Louise Farrenc (1804-1875) zu hören, wobei das aus Barbara Retz, Katrin Fischer (beide Violine), Claudius Fischer (Viola) und Jutta Neuhaus (Violoncello) bestehende „Quartetto Brioso“ um die Pianistin Brigitte Becker ergänzt wurde. Sie stellte dem Publikum auch die französische Schöpferin der Eingangskomposition etwas genauer vor. Dann folgten die drei Passagen „Allegro“, „Andante sostenuto“ und „Allegro vivace“, bevor eine Komposition von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) an der Reihe war. „Allegro“, „Larghetto“, „Menuetto: Moderato“ und „Allegro assai“ aus dem Streichquartett KV 4589, B-Dur (2. Preußisches Quartett) meisterten die Akteure ebenso gekonnt und entließen die Zuhörer in eine kurze Pause.
Nun traf auch der Bürgermeister ein und freute sich darüber, neben einigen Gemeinderäten unter anderem auch den Östringer Mundartpoeten Hermann Dischinger im Publikum zu sehen. Er und alle übrigen Anwesenden bekamen nun Robert Schumanns (1810-1856) Klavierquintett op. 44, Es-Dur zu hören – genauer gesagt die vier Sätze „Allegro brillante“, „In modo d‘una Marcia – un poco largamente“, „Scherzo – Molto vivace“ und „Allegro ma non troppo“. Auch hier blitzte die Klasse des „Quartetto Brioso“ auf – eines Ensembles, das Spätsommer 2004 im Rahmen einer Konzertreihe der Jungen Philharmonie Rhein-Neckar entstanden ist. Seit fast eineinhalb Dekaden spielt die Formation regelmäßig in der Region und gastiert im In- und Ausland. Dies tut man auch in unterschiedlicher Besetzung – als Streichtrio bzw. -quintett, Klavierquartett oder wie in der Heckergemeinde als Klavierquintett. Zwischenzeitlich war man 2007 als Stipendiatenquartett des Musikfestivals „Heidelberger Frühling“ ausgewählt worden und hatte im Rahmen eines Meisterkurses Unterricht beim Vertavo String Quartet und Quatuor Ysaye erhalten. Im Herbst 2016 fand das „Quartetto Brioso“ mit Barbara Reetz und Jutta Neuhas wieder zur klassischen Streichquartett-Besetzung zurück. Als solche sowie mit Klavierbegleitung überzeugte die Formation das Publikum in der Heckergemeinde wiederholt gleichermaßen. „Wir haben einen wunderschönen Konzertabend erlebt“, fasste der Bürgermeister am Ende die zurückliegenden gut zwei Stunden zusammen und stellte schließlich nicht nur die Fortführung der Veranstaltungsreihe „Kultur am Sonnenberg“, sondern auch weitere Konzerte des „Quartetto Brioso“ in Aussicht.