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Zahlreiche Auszeichnungen beim Neujahrsempfang

Lebendiges Ehrenamt und sportlicher Erfolg standen im Mittelpunkt
Zahlreiche Auszeichnungen beim Neujahrsempfang – Bürgermeister zog Bilanz und blickte auf 2019 – Eindrucksvoller Fotorückblick


Von Ralf März

Angelbachtal. (ram) Mit zahlreichen Ehrungen, dem Jahresrückblick des Bürgermeisters, Blasmusik und Gesang wurde am Freitag in der Angelbachtaler Sonnenberghalle der Start ins neue Jahr 2019 gefeiert. Zahlreiche Gäste waren zum Neujahrsempfang der Gemeinde gekommen, so dass sogar zusätzliche Stühle aufgestellt werden mussten. Die Zahlen 2019 strahlten als bunte Lichter an der Bühne.
Bürgermeister Frank Werner bilanzierte, nach der Begrüßung der zahlreichen Ehrengäste, dass 2018 insgesamt ein gutes Jahr für Angelbachtal war. „Allerdings waren die Rahmenbedingungen schwieriger,“ stellte er fest und blickte dabei auf die Überhitzung der Konjunktur, die bereits dazu geführt hatte, dass für die Baumaßnahmen zu den neuen Grabformen auf den Friedhöfen bei zwei Ausschreibungen keine Angebote abgegeben wurden. Bei der Kindergartenerweiterung waren die Angebote teilweise deutlich überhöht. Eine Folge: die geplante Rathaussanierung muss warten, wie der Bürgermeister deutlich machte. „Das wäre in Zeiten, wo man, wenn überhaupt, nur stark überhöhte Angebote bekommt, ein viel zu großes finanzielles Risiko für unsere Gemeinde. Das können wir nicht verantworten.“
Dennoch gab und gibt es in der kommenden Zeit mehr als genug Baustellen im Ortsgebiet, so Frank Werner, der die Erneuerung der Brunnenstraße samt Kanal- und Wasserleitungsaustausch in der Wilhelmstraße für rund 1,2 Millionen Euro aufzählte, den Ausbau des Glasfasernetzes für schnelles Internet, die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik und die geplante Generalsanierung der B292 in der Eichtersheimer Ortsdurchfahrt, die voraussichtlich nach dem Pfingstmarkt beginnen soll.
Auch nannte Bürgermeister Frank Werner das abgehaltene Seniorenforum und das Jugendforum, jeweils mit großer Beteiligung, die Einweihung der Hundewiese in Michelfeld sowie das Sportflächenkonzept. Hieraus resultiert der Bau eines Kunstrasenplatzes, Baubeginn soll, wie auch beim Naturerlebnispfad, im zeitigen Frühjahr sein.
In Sachen Gemeindeentwicklung gab Werner zu bedenken, dass sowohl durch innerörtliche Entwicklung wie den Schluss von Baulücken oder Sanierungsprojekten als auch durch das Neubaugebiet Wackeldorn am Ortsrand, die Bevölkerung lediglich konstant blieb. „Dadurch, dass bei uns wie vielerorts mehr Menschen sterben als geboren werden und dadurch, dass bei uns im Besonderen jährlich etwa ein halber Jahrgang junger Menschen zum Studieren wegzieht, verlieren wir ein Prozent der Bevölkerung im Jahr, wenn wir nicht gegensteuern.“
Nur mit wenigen Sätzen schaute der Bürgermeister über die Ortsgrenzen hinaus, und warb dabei eindringlich für Europa: „Wir sollten uns mit unseren europäischen Nachbarn zu dieser Gemeinschaft bekennen und deren Wert erkennen und nicht den nationalistischen Scharfmachern das Feld überlassen.“
Im weiteren Verlauf des Abends, aufgelockert durch Beiträge des Musikvereins, des Sängerbundes und der Musikschule sollte dann das Ehrenamt im Mittelpunkt stehen. Ausgezeichnet werden konnten Feuerwehrmänner- und Frauen, langjährige Blutspender und Sportler, die bei überregionalen Wettbewerben herausragende Plätze erreichen konnten. Über diese Ehrungen berichten wir noch.
Auf die Bühne rief Bürgermeister Frank Werner auch die erste Angelbachtaler Herrenfußballmannschaft der Spielgemeinschaft, und blickte dabei auch auf die Vereinsfusion von TSV-Eichtersheim und Michelfeld. „Erstmals in der 47-jährigen Geschichte unserer Gemeinde hat ein Team von Fußballern unseres Ortes am Rundenbetrieb der Herrenmannschaften teilgenommen.“ Es sei „der Weg der Vernunft“, zu dem sich die Vereine entschlossen haben. Die bereits beschlossenen Harmonisierungssatzungen, denen in den kommenden Wochen die Fusion folgen sollte, müssen allerdings auf Wunsch des Registergerichtes nochmals angepasst werden, so der Bürgermeister. Den Sportlern wünschte er weiterhin viel Erfolg und versprach in Anbetracht der historischen Situation ein großes Fass Bier.
In Sachen Sportflächen rief Werner vor großem Publikum die geplanten Investitionen des Sportflächenkonzepts in Erinnerung: „Stand unserer internen Vorbereitungsarbeiten ist, dass wir dem Gemeinderat voraussichtlich vorschlagen werden, die Halle des TSV Michelfeld zu sanieren und künftig als Gemeindehalle zu betreiben.“ Damit solle die Halle „dem Sport insgesamt“ zur Verfügung stehen. Aber auch beim Sportplatz in Eichtersheim seien Baumaßnahmen in Planung, vorgesehen sei mehrfach nutzbare Infrastruktur, an die sich eigene Investitionen von Vereinen wie dem Judoclub, dem Tanzsportclub und dem TSV-Angelbachtal anschließen können.
Ein Bildrückblick, zusammengestellt von Hauptamtsleiter Diethelm Brecht, rief die Ereignisse des letzten Jahres in Angelbachtal eindrucksvoll in Erinnerung. Mit dem Segen für das neue Jahr durch den katholischen Dekan Thomas Hafner und den evangelischen Pfarrer Emanuel Fritz endete der offizielle Teil des Empfangs. Bei Häppchen und verschiedenen Angelbachtaler Weinen wurde anschließend auf das neue Jahr angestoßen.


Der Musikverein stand an oberster Stelle

 

Landesehrennadel für Christoph Rauchmann

 

Angelbachtal. (ram) Im Auftrag des Ministerpräsidenten konnte Bürgermeister Frank Werner im Rahmen des Neujahrsempfangs die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg an Christoph Rauchmann überreichen. Im Mittelpunkt der Auszeichnung stand dabei seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit an der Spitze des örtlichen Musikvereins. Zehn Jahre war Christoph Rauchmann erster Vorsitzender, einige Jahre Vorsitzender des Fördervereins, zuvor Jugendleiter und Stellvertretender Jugendleiter. „Das sind zusammengenommen 24 Jahre ehrenamtliche Arbeit für unseren Musikverein in hervorgehobensten Funktionen,“ fasste Bürgermeister Frank Werner zusammen. Der mit seinen 33 Jahren noch recht junge Musikverein sei aus unserem Gemeindeleben nicht wegzudenken, so das Ortsoberhaupt, der auch die Zusammenarbeit mit der Musikschule und die Gründung des Jugendblasorchester erwähnte.

Zu Christoph Rauchmann – von 2009 bis 2014 auch Angelbachtaler Gemeinderat – erwähnte Frank Werner weiter die überregionale Tätigkeit beim Blasmusikverband Rhein-Neckar. „Neben diesen zahlreichen Funktionen und Ämtern war Christoph Rauchmann natürlich immer auch Musiker geblieben, mit der Tuba unüberhörbar und unersetzlich im Orchester, darüber hinaus aber auch beim Musikverein Eschelbach, als Mitgründer und Frontman der Kraichgaudi, als E-Bassist in Cover- und Unterhaltungsbands wie der Notausgang, 6 on Stage oder Skylarks Music.“