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Ausstellung im Schloss Eichtersheim während des Pfingstmarktes

Auch die Kindheit wird bei Ausstellung lebendig

Peter Hahn lebte zwölf Jahre im Eichtersheimer Heckerhaus – Fotografien sind zum Pfingstmarkt zu sehen

 Angelbachtal. (ram) Aus Berlin angereist ist dieser Tage Peter Hahn, um seine Ausstellung im Eichtersheimer Schloss vorzubereiten, die über das Pfingstmarkt-Wochenende zu sehen sein wird. Mitgebracht hat der gelernte Fotograf allerdings nicht nur zahlreiche großformatige Aufnahmen, die er unter dem Titel „Fotografische Zuwiderhandlungen“ ausstellen wird: Peter Hahn hat die ersten zwölf Lebensjahre in Eichtersheim verbracht, aufgewachsen im Heckerhaus, in dem sein Großvater Amtmann war, direkt vor dem Tor des Schlossparks. Zahlreiche Fotografien und Erinnerungen hat er aus dieser Zeit mitgebracht. Alte Aufnahmen die den verwilderten Schlosspark zeigen, die alte katholische Kirche, Ortsansichten und weitere Zeugnisse aus den Jahren 1950 bis 1962 können während der Ausstellung besichtigt werden.

Der Titel der Fotoausstellung „Fotografische Zuwiderhandlungen“ deutet auf den Aspekt hin, dass die Rahmenbedingungen der Streetfotografie immer schwieriger werden. „Die Fotografie ermöglicht mir die Welt in ihrer Widersprüchlichkeit zu zeigen. Oft liegen Witz und Ernsthaftigkeit nah beieinander. Zweifelsohne zeigen die Bilder meine eigene Wahrnehmung. Sie sind somit eine subjektive Verortung der Wirklichkeit. Ein Schwerpunkt meiner fotografischen Arbeiten ist die Auseinandersetzung mit Berlin, der Stadt in der ich seit 44 Jahren lebe“, erläutert der Fotograf während des Aufbaus der Ausstellung im Bürgersaal des Rathauses.

Die ein oder andere Anekdote aus der Jugend von Peter Hahn in Eichtersheim wird es sicherlich zur Ausstellungseröffnung am Samstag um 16 Uhr geben. Am Sonntag und Pfingstmontag ist die Ausstellung von 11 bis 18 Uhr zu sehen.