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Aus der Gemeinderatssitzung vom 13.10.2017

Angelbachtal. (abc) Die Bemusterung verschiedener in der Schulstraße (Höhe Schlosspark und Sonnenberghalle) installierter Straßenlampen ging der jüngsten Gemeinderatssitzung am zurückliegenden Montagabend voraus. „In nächster Zeit wollen wir die vorhandenen Leuchtmittel durch solche mit LED-Technik ersetzen und bei der Gelegenheit unser Beleuchtungskonzept hinsichtlich neuester Vorschriften optimieren“, betonte Bürgermeister Frank Werner gegenüber dem Ortsgremium, ehe man aufgrund empfindlich kühler Temperaturen relativ rasch den Bürgersaal des Rathauses ansteuerte.
Dort folgte als erster öffentlicher Tagesordnungspunkt die Beratung und Beschlussfassung über den forstwirtschaftlichen Betriebsplan des kommenden Jahres, den der Leiter des hiesigen Forstbezirks, Philipp Schweigler, und Revierförster Bernd Niederer gemeinsam vorstellten. „Das Eschentriebsterben macht uns am meisten zu schaffen“, nannte ersterer gleich zu Anfang das aktuelle Hauptproblem innerhalb der deutschen Wälder. Dabei schädigt das Falsche Weiße Stengelbecherchen (Hymenoscyphus pseudoalbidus), ein aus Asien eingeschleppter, aktuell nicht bekämpfbarer Pilz, die Triebe junger Eschen. „Glücklicherweise“, so der Forstbezirksleiter, „beträgt der Anteil der Eschen am Angelbachtaler Wald nur 5%, weshalb sich das Eschentriebsterben hier kaum bemerkbar macht.“ Weiterhin empfahl er, das Wachstum von Eichen zu fördern und den Holzeinschlag leicht auf 2650 Festmeter zu reduzieren. Der Vorschlag der Gemeinde, für jeweils einen davon 53,- Euro (Eiche) bzw. 55,- Euro (Buche) als Preis anzusetzen, wurde seitens des Gemeinderates ohne Gegenstimme angenommen. Der Brennholzpreis bleibt damit seit Jahren stabil. Zuvor hatte man angeregt potentielle, durch die bevorstehende Reform der Forstverwaltung entstehende Veränderungen diskutiert. Durch das Kartellrechtsurteil dürfen die staatlichen Wälder nicht mehr zusammen mit den Kommunal- und Privatwäldern durch das bisherige Einheitsforstamt auf Kreisebene bewirtschaftet werden. Bürgermeister Frank Werner blickt mit Sorge auf die in der kommenden Zeit neu zu bildenden Strukturen: „Das neue Konstrukt wird auf jeden Fall zu höheren Preisen für die Nutzer führen“, prophezeite der Bürgermeister.
Ebenfalls einstimmig beschloss das Ortsgremium, die Ingenieurleistungen rund um die Erweiterung des Kindergartens „Am Sonnenberg“ (Technische Gebäudeausrüstung) an das PSP Planungsbüro Schmitt & Partner (Mauer) sowie den Planungsauftrag zum Ausbau der Brunnenstraße an das Büro Willaredt Ingenieure GbR (Sinsheim) zu vergeben. Der letzte öffentliche Tagesordnungspunkt der Gemeinderatssitzung betraf die Annahme jeweils einer Geld- bzw. Sachspende aus der Bürgerschaft. Beides genehmigte der Gemeinderat ohne Gegenstimme und Enthaltung.