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Aus der Gemeinderatssitzung vom 24.07.2017: Kindergartenerweiterung am Sonnenberg soll im Januar beginnen

Ein Jahr später soll er schon bezugsfertig sein – 4 Gruppen entstehen – Baukosten knapp 1,7 Millionen Euro


Angelbachtal. (ram) Die Erweiterung des kommunalen Kindergartens „Am Sonnenberg“ im Untergeschoss der Schule wird konkret. Einstimmig genehmigten die Gemeinderäte jetzt die Planung und beauftragten die Verwaltung mit der Einreichung eines Bauantrags sowie zur baulichen Umsetzung der Erweiterung. Auch der Planungsauftrag an das Architektenbüro wurde erteilt.
Die Grundsatzentscheidung war von den Bürgervertretern bereits im Mai getroffen worden: Der Trend Kinder immer früher zur Betreuung in Krippe oder Kindergarten zu geben, führe zwangsläufig zur Knappheit der vorhandenen Plätze. Aus zahlreichen Varianten entschieden die Räte damals mit großer Mehrheit für den Umbau des Kindergartens „Dorfmitte“ zur reinen Kinderkrippe und zur Erweiterung des Kindergartens „Am Sonnenberg“ um zwei Gruppen.
Darum ging es nun erneut, das Planungsbüro Schlude-Ströhle-Richter aus Stuttgart hatte inzwischen die Pläne zur Erweiterung des Kindergartens konkretisiert. Dabei wurden auch Planer der Gebäudetechnik vom Büro PSP aus Mauer einbezogen und die vorhandenen Gegebenheiten genauer untersucht.
Entstehen soll die Erweiterungsfläche, in dem das Schultreppenhaus als Zugang zur Lehrküche zurückgebaut wird und auch die Fläche der sanierungsbedürftigen Küche dem Kindergarten zufällt. Außerdem entsteht in Richtung der Sonnenberghalle hin ein Anbau von rund neun Metern. Dort wird auch der neue Eingang des Kindergartens liegen. Die vier Gruppenräume mit einer Größe von 61 bis 64 Quadratmetern erhalten ausgedehnte Fenster und Türen zum Kindergarten-Außengelände hin. Im rückwärtigen Bereich zum Sonnenberg hin sind Sanitär-, Forscher- und Materialräume sowie ein Personalraum vorgesehen. Diese werden über den umzugestaltenden Lichthof der Schule mit Tageslicht versorgt. Auch ein Schlafraum und ein Mehrzweckraum sind geplant.
Die Kostenberechnung der Architekten geht von knappen 1,7 Millionen Euro für die Maßnahme aus. Allerdings hätte die Gemeinde auch ohne Erweiterung der Gruppenräume demnächst tätig werden müssen, so Bürgermeister Frank Werner. Eine reine Renovierung nach der Betriebszeit des Kindergartens von aktuell 24 Jahren hätte vermutlich ebenfalls zu Kosten von 400.000 bis 500.000 Euro geführt. Durch die Erweiterung wird außerdem mit deutlichen Zuschüssen gerechnet.
Der Zeitplan der großen Baumaßnahme ist ehrgeizig: Bis Januar 2018 sollen die Ausführungsplanungen fertiggestellt und parallel bereits die ersten Arbeiten ausgeschrieben werden, so dass ab Januar 2018 die Rohbauarbeiten beginnen können. Bis zum Winter 2018/2019 soll der Um- und Erweiterungsbau bereits abgeschlossen werden. Deutlich machte Architekt Karl Ströhle dabei, dass ein Parallelbetrieb des Kindergartens ab Baubeginn praktisch nicht möglich ist. Für die beiden Kindergartengruppen muss also eine Übergangslösung gefunden werden, die jetzt ebenfalls geplant werden soll.