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Impfhonorar soll örtlicher Gemeinschaft zu Gute kommen

Hausarztpraxis spendet 6000 Euro – Zahlreiche Ehrenamtliche waren an den Impfaktionen beteiligt


Angelbachtal. (ram) Insgesamt sechs große Corona-Impfaktionen gab es seit April in Angelbachtal, knapp 1000 Impfdosen verschiedener Hersteller wurden dabei verimpft, so die Zwischenbilanz von Bürgermeister Frank Werner nach der vorerst letzten Impfaktion im Schlosspark. Derzeit sei kein weiterer Termin für eine derartige Aktion geplant, doch zeigte sich das Gemeindeoberhaupt im Gespräch mit unserer Zeitung offen für weitere solcher Angebote, beispielsweise wenn eine dritte Impfung notwendig werde.
Zu drei der Impftermine waren „mobile Impfteams“ des Rhein-Neckar-Kreises nach Angelbachtal gekommen, die vom örtlichen Roten Kreuz und von Ehrenamtlichen unterstützt wurden.
Bei den drei weiteren Terminen erfolgte die Organisation und Abwicklung durch die örtliche Hausarztpraxis von Dr. Monika Weizenegger. Geimpft wurde dann in der Sonnenberghalle von insgesamt acht Ärzten, die im Wesentlichen ehrenamtlich arbeiteten, wie auch die zahlreichen Helfer und das DRK. Beteiligt an dieser Gemeinschaftsaktion war auch ein Team der Gemeindeverwaltung. Trotz der vielen Ehrenamtlichen erhielt die Hausarztpraxis für jede durchgeführte Impfung den gesetzlich festgelegten Pauschalbetrag, den Frau Dr. Weizenegger jedoch nicht selbst behalten wollte. Deshalb übergab sie jetzt eine Spende von 6000 Euro an Bürgermeister Frank Werner und damit etwa den Honoraranteil für Personen, die nicht Patienten der Hausarztpraxis sind. Sie wolle mit der Spende wieder etwas an die örtliche Gemeinschaft zurückgeben, betonte die Allgemeinmedizinerin bei der Übergabe, weil sich auch so viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer eingebracht hatten.
2000 Euro davon sollen an die Jugendabteilung des Roten Kreuzes weitergegeben werden, erklärte der Bürgermeister. Der restliche Betrag geht in den Sozialfonds der Gemeinde.
Noch einmal sprach bei der Spendenübergabe auch der Bürgermeister seinen Dank an die zahlreichen Helfer, die Ärzte und die gute Zusammenarbeit mit den Apotheken aus: „Wir haben sehr eindrucksvoll unseren Beitrag zur Pandemiebekämpfung geleistet“, fasste er zusammen.