Schriftgröße:

Noch keine Entscheidungen zu den Großveranstaltungen

„Abwarten, wie die Dinge sich entwickeln“
Noch keine Entscheidungen zu den Großveranstaltungen – Mit Gästebegrenzung sind Veranstaltungen nicht durchführbar

Angelbachtal. (ram) Hätte Gemeinderat Karl Kern (Freie Wähler) die Frage „wie steht es um die Angelbachtaler Großveranstaltungen?“ vor einem Jahr gestellt, wäre die Antwort klar und deutlich gewesen, wenn am Ende auch alles anders kam. Aber rund 11 Monate nach Beginn der Corona-Pandemie hierzulande bleiben zahlreiche Fragezeichen, nicht nur in Angelbachtal. Wir wagen eine Zusammenfassung mit dem derzeitigen Stand.

Mit dem Pfingstmarkt beginnt traditionell der Veranstaltungsreigen in und um den Eichtersheimer Schlosspark. Doch kann in rund drei Monaten wieder gemeinsam gefeiert werden? Bürgermeister Frank Werner erklärte, dass er sich bis Ende Februar mit den Pfingstmarktbeteiligten, vor allem den Vereinen, absprechen möchte.
Die Gemeinde möchte nicht vorschnell absagen, sondern habe auch die Händler und Schausteller im Blick, die in den letzten Monaten kaum Arbeiten konnten, sagte er im Gemeinderat. Dass die Impfungen, mit bald noch weiteren Impfstoffen, jetzt richtig anlaufen, stimme ihn hoffnungsvoll. Doch es bleiben Fragen: Einerseits, ob bis dahin ein nennenswerter Anteil der Bevölkerung geimpft ist. Andererseits, ob die Gäste überhaupt zu einer Großveranstaltung kommen würden, erklärt Werner auf Anfrage.

Die Schlossparkserenade des Rhein-Neckar-Kreises einige Wochen später habe einen anderen Charakter, sagt Werner. Das im Mittelpunkt stehende Konzert der Jungen Philharmonie Rhein-Neckar könnte vielleicht in kleinerer Besetzung und bei ausreichend Abstand im Schlosspark stattfinden. Kreis-Kulturreferentin Gisela Härtel-Hoffmann bestätigt auf Anfrage unserer Zeitung, dass man sich in den nächsten Tagen in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und der Gemeine Angelbachtal „weitere Gedanken über mögliche Szenarien“ machen wolle. Ziel sei „die Schlossparkserenade Angelbachtal 2021 möglich zu machen.“ Ob und in welcher Form könnte hoffentlich bis Mitte März entschieden werden, so Gisela Härtel-Hoffmann.

Zu den Highland Games im Juli ist ebenfalls noch keine Entscheidung gefallen. In einer Pressemitteilung schreibt Olav Pretsch, der Vorsitzende des Vereins „Caledonia e.V.“, der die Veranstaltung seit mehr als 10 Jahren ausrichtet, dass man sich Ende März beziehungsweise Anfang April genauer festlegen möchte. Man stehe in Verbindung mit der Gemeinde. „Eines steht aber schon heute fest: Eine Veranstaltung mit Gästebegrenzung, Kontakterfassung und Durchsetzung von Abstandsregeln auf dem Platz macht keinen Sinn und ist am Ende formell und auch wirtschaftlich nicht darstellbar“, heißt es weiter. Der Schlusssatz von Olav Pretsch dürfte auch für die anderen Veranstaltungen passen: „Wir können jetzt nur abwarten wie die Dinge sich entwickeln.“

Bis zum Ritterfest im August sind es noch knapp sieben Monate. „Genauere Planungen sind leider erst möglich, wenn die Bedingungen für Großveranstaltungen 2021 bekannt sind“, ist auf der Homepage des Veranstalters Histotainment GmbH zu lesen. Aber auch hier fanden bereits erste Gespräche statt, bestätigt Bürgermeister Frank Werner. Nachdem im vergangenen Jahr der Gründer und Geschäftsführer der Ritterspiele, Michael E. Wolf verstorben war, wird es weiterhin Mittelalterveranstaltungen unter der Leitung von Familie Wolf geben. Diese betreibt auch den Mittelalterpark „Adventon“ bei Osterburken. Termine für das Ritterfest gibt es auf der Veranstalter-Homepage schon bis 2024.