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Aus der Gemeinderatssitzung vom 25.5.2020: Waldkindergarten, Naturschutz und Verkehrsprobleme

Gemeinderat befasste sich mit vielen Themen – Zuschüsse für Vereine – Glasfaser auch zu Aussiedlerhöfen?

 

 

Angelbachtal. (ram) Wird es in Angelbachtal bald einen Waldkindergarten geben? – Bürgermeister Frank Werner gab im Rahmen der letzten Gemeinderatssitzung bekannt, dass es Überlegungen der kommunalen Kindergärten dazu gäbe. Zunächst soll eine Umfrage unter den Eltern durchgeführt und ein Konzept erarbeitet werden. Entscheiden muss später der Gemeinderat, ob man der Idee nähertreten möchte und ein solches Konzept angeboten werden soll.

 

Doch zahlreiche weitere Themen kamen bei der Sitzung in der Sonnenberghalle zur Sprache: Warum ihr zweites Schreiben zu den geplanten Baugebieten nicht beantwortet wurde, wollte eine Bürgerin in der Bürgerfragestunde wissen. Der Bürgermeister verwies darauf, dass es zum ersten Schreiben keine neuen Punkte enthalten habe. Ein weiterer Bürger wollte wissen, warum die Regierungspräsidentin, die kürzlich im Ort war, das FFH-Gebietsverfahren nicht angesprochen hatte. Er bekundete den Wunsch, ein zusammenhängendes Netz für den Naturschutz aufzubauen und bezog sich vor allem auf den Buchenwald in Michelfeld. In den letzten Jahren sei der Wald „kaputtgewirtschaftet“ worden, warf er in die Ratsrunde. Dem widersprach der Bürgermeister und verwies vor allem auf die trockenen Sommer, die dem Wald derzeit zusetzten. Das FFH-Gebietsverfahren des Regierungspräsidium stehe im Einklang mit der derzeitigen Nutzung des Waldes, somit habe der Gemeinderat hierzu auch keine Entscheidung zu treffen. Eine zusätzliche kommunale Schutzverordnung, die der Bürger angeregt aber auch „den Wust“ an Gesetzten und Vorgaben zum Naturschutz kritisiert hatte, sei nicht sinnvoll, so Werner.

 

Die Gemeinderäte befassten sich in der Sitzung mit zwei Vereinsförderanträgen, die der Pfadfinderstamm und der Tennisclub gestellt hatten. Letzterer möchte die Toiletten- und Umkleideräume des Clubhauses sanieren. Die Pfadfinder planen die Anschaffung eines neuen Großzeltes, einer Jurte. Einstimmig und ohne Diskussion genehmigten die Bürgervertreter die Zuschüsse, die sich laut der kommunalen Vereinsförderrichtlinien auf 30 Prozent der tatsächlichen Kosten belaufen.

 

Ebenfalls einstimmig genehmigten die Gemeinderäte die Annahme von Spenden, die in den vergangenen Wochen bei der Gemeinde eingegangen waren.

 

Zahlreiche Anfragen gab es aus der Ratsrunde: Sascha Bertich regte die Aufstellung von Fahrradreparatursäulen beim Radweg an, eventuell könnte es eine Förderung des Landkreises geben, erklärte er mit der Bitte an die Verwaltung, den Vorschlag zu prüfen. Karl Kern regte an, in der Friedhofstraße ein Schild „Vorsicht Kinder“ zu installieren, da hier am Ortsrand viele Kinder mit ihren Fahrrädern unterwegs seien. Lukas Del Monego verwies auf das Gefahrenpotential der Radwegkreuzung mit der Bauhofzufahrt und bat um Maßnahmen.  

 

Heimo Linse hinterfragte, ob geplant sei, auch die Aussiedler-Bauernhöfe mit Glasfaserleitungen ans schnelle Internet anzubinden. In der Konzeption des Kreises sei dies nicht vorgesehen, so der Bürgermeister. Ausgeschlossen sei eine Anbindung aber nicht, wenn es entsprechendes Interesse gäbe. Aufgrund der langen Leitungswege sei die Verlegung jedoch kostspielig, günstiger dürften entsprechende Lösungen sein, die auf das Mobilfunknetz zurückgreifen.

 

Die Parksituation im Ort kritisierte Jürgen Lutz und auch Hubert Mildenberger ging auf den Verkehr ein. Konkret bezeichnete der die Querung beim Ortseingang der B292 von Östringen kommend als „gefährlich geworden“. Mit überhöhter Geschwindigkeit werde häufig in den Ort gefahren, weshalb er anregte, das Ortsschild zu versetzen. Dies sei allerdings schon in der Vergangenheit versucht, aber abgelehnt worden, erklärte der Bürgermeister.