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Aus der Gemeinderatssitzung vom 17.02.2020: Gemeinderat stimmte für die Gründung eines Photovoltaik-Forum

Auf möglichst vielen Dächern soll Strom erzeugt werden
Gemeinderat stimmte für die Gründung eines Photovoltaik-Forum – Bürgerversammlung am 18. März geplant

Angelbachtal. (ram) Geht es nach dem Willen des Gemeinderates, sollen auf möglichst vielen Gebäuden in Angelbachtal zukünftig Solarzellen Strom aus Sonnenenergie erzeugen. Einstimmig entschieden die Bürgervertreter am Montag, dem „Photovoltaik-Netzwerk Rhein-Neckar“ beizutreten und ein „Photovoltaik-Forum Angelbachtal“ zu gründen.
Damit möchte man Vorreiter im Kraichgau sein, erklärte Bürgermeister Frank Werner und verwies auf verschiedene Städte im nördlichen Rhein-Neckar-Kreis, die sich dem Netzwerk bereits angeschlossen hätten. Hauptziel sei es, Privatleute aber auch Unternehmen zur Mitarbeit zu motivieren und den Photovoltaik-Ausbau voran zu bringen.
Die regionalen Netzwerke sollen die lokalen Akteure durch Informationen, Beratungen und regelmäßigen Wissens- und Erfahrungsaustausch unterstützen, erklärte der Bürgermeister. Die Photovoltaik-Netzwerke sind eine Maßnahme der Solaroffensive des Landes Baden-Württemberg.
Vor Ort ist die „Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg-Rhein-Neckar-Kreis gGmbH“ (KliBa) die treibende Kraft. Doch eine große Werbekampagne sei für Angelbachtal nicht vorgesehen, erklärte Werner. Vielmehr soll das Forum, welches regelmäßig öffentlich tagen soll, dem Informationsaustausch und der Begleitung der Bürgerinnen und Bürger dienen. Den Auftakt des Forums soll es bei einer Bürgerversammlung am 18. März im Foyer der Sonnenberghalle geben, wo auch ein Solarexperte sprechen wird.
Für die Bürger sorge der Beitritt der Gemeinde Angelbachtal zum „Photovoltaik-Netzwerk Rhein-Neckar“ dafür, dass 20 kostenfreie Initialberatungen zum Thema Solarenergie durch die KliBa angeboten werden können. Für 21 weitere derartige Beratungen zum Einzelpreis von 235 Euro stellte der Gemeinderat Haushaltsmittel in Höhe von 5000 Euro zur Verfügung, so dass möglichst viele Bürger profitieren können.
Bei der Beratung gehe es unter anderem um die Untersuchung der Dachausrichtung und der Möglichkeiten, die von reiner Stromeinspeisung bis hin zu Akku-Stromspeichern reichen. Konkrete Empfehlungen zu Firmen und Anbietern dürfe es im Rahmen der KliBa-Beratung nicht geben, erklärte Bürgermeister Frank Werner mit Verweis auf das Wettbewerbsrecht.
Vor der einstimmigen Entscheidung bezeichnete Gemeinderat Karl Kern die Initiative „sehr positiv“ und Jürgen Lutz sprach von einer „guten Sache, die nicht nur auf großen Dachflächen umzusetzen ist.“ Auch Lukas Del Monego bezeichnete die Kampagne als „tolle Ergänzung“. Im Rathaus wird Rechnungsamtsleiter Peter Horsinka die Klimaschutzthemen bündeln, war auf Nachfrage von Gemeinderätin Anne Gmelin zu erfahren.