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Aus der Gemeinderatssitzung: Baustellen und weitere Themen beschäftigten den Rat

Die meisten Baugruben dürften bald geschlossen werden
Bunter Themenmix im Gemeinderat – Ortsdurchfahrt Michelfeld soll im April fertig sein – Glasfaserausbau geht voran


Angelbachtal. (ram) An zahlreichen Straßenecken wurden in den zurückliegenden Wochen das Pflaster der Gehwege aufgerissen, um Rohre für die schnellen Internetleitungen einzuziehen, dazu kommt die Sperrung der Michelfelder Wilhelmstraße, in der Kanal und Wasserleitung erneuert werden: Zur Sprache kam das Gefahrenpotenzial für Fußgänger und das Ärgernis für die Autofahrer jetzt erneut im Gemeinderat.
Wie Bürgermeister Frank Werner erklärte, hätten die Telekommunikationsanbieter ein Recht darauf, Leitungen im Ortsgebiet zu verlegen. Auf die Dauer der Baumaßnahmen habe die Gemeinde dabei keinen Einfluss, so der Bürgermeister auf die Anfrage von Gemeinderat Dr. Axel Derks, der unter anderem auf die Probleme älterer Menschen hingewiesen hatte, wenn sie wegen der Baugruben an gefährlichen Stellen die Straßen überqueren müssten.
Derzeit baut die Deutsche Telekom ihr Glasfasernetz in Angelbachtal aus, so dass über das sogenannte Vectoring-Verfahren in Kürze deutlich schnelleres Internet zur Verfügung steht. Das Ende der Baumaßnahmen scheint absehbar, so Werner. Derzeit werden bereits die Glasfasern in die Leerrohre eingeblasen.
Absehbar ist das inzwischen auch das Ende der Sperrung in der Michelfelder Wilhelmstraße. Dort hatten sich die Arbeiten am Kanal aufgrund der schwierigen Untergrundverhältnisse deutlich verzögert. Seit vergangenem Sommer ist die Ortsdurchfahrt für den Verkehr gesperrt, weil im Zuge des Leitungstauschts und der Erneuerung der angrenzenden Brunnenstraße auch Teile der über 110 Jahre alten Wasserleitung in der Wilhelmstraße samt Kanälen erneuert werden. Die Arbeiten im Untergrund sind inzwischen fast abgeschlossen, in den kommenden Wochen müssen die Bürgersteige gerichtet und die Straße auf den betroffenen 80 Metern neu asphaltiert werden. Wie der Bürgermeister mitteilte erstatte das Regierungspräsidium als Baulastträger für die Landstraße rund 44.000 Euro für den Straßenbelag, so dass nicht nur im Bereich der Kanal-Baugruben, sondern im gesamten Baustellenbereich neuer Asphalt aufgebracht werden könne. Voraussichtlich bis Mitte April sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Im Gemeinderat warb der Bürgermeister dafür, statt die offenen Baugruben und Sperrungen zu kritisieren, der Bevölkerung zu erklären, warum aufgegraben werde: „Es lässt sich ableiten, dass in Sachen Infrastruktur etwas passiert.“
Bei einer Enthaltung stimmten die Bürgervertreter in der Sitzung auch der Änderung der Richtlinien für das örtliche Mitteilungsblatt zu. Auf Empfehlung des Kommunalrechtsamtes soll für politische Parteien, Wählervereinigungen und Bürgerinitiativen statt bisher für vier Wochen künftig drei Monate lang das Veröffentlichungsrecht eingeschränkt werden. Im Wesentlichen dürfen in dieser Zeit keine Berichte über politische Veranstaltungen – abgesehen von Ankündigungen – abgedruckt werden.
Noch zahlreiche weitere Themen wurden von den Gemeinderäten angefragt: Sascha Bertich regte die Installation von Nistkästen für Vögel an. Bürgermeister Frank Werner befürwortete die Idee, verwies aber auf Ehrenamt oder eventuell ein Schulprojekt, wenn es um das Aufhängen und Pflegen der Nistkästen gehe.
Bereits in Gesprächen mit der EnBW sei man zu Verbesserungen der Straßenbeleuchtung am Radweg, so der Bürgermeister, die von verschiedenen Gemeinderäten angesprochen wurde, wie auch der rege Verkehr auf dem Feldweg Richtung Schindelberg und das „driften“ mit Autos auf dem Festplatz.