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Aus der Gemeideratssitzung vom 24.09.2018: Umbau der Straßenbeleuchtung hat begonnen

Orangefarbenen „Lichtglocke“ am Nachthimmel wird verschwinden
Umbau der Straßenbeleuchtung hat begonnen – Anwohner nehmen die LED-Lampen häufig als dunkler wahr

Angelbachtal. (ram) Derzeit laufen im Ort die Umbauarbeiten der Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchtkörper. Bis Ende Oktobers sollen an den geplanten 30 Straßenzüge von der Wieslocher Firma Waibel Elektroanlagen GmbH die herkömmlichen Natriumdampf- oder Quecksilberdampfleuchten durch energie- und klimafreundliche LED-Technik ersetzt werden. 487 der rund 900 Leuchtkörper im Gemeindegebiet werden dabei getauscht.
Grundlage des Austausches ist die von Ingenieurbüro Stepconsult erarbeitete Ausleuchtungsberechnung. Danach wird die Lichtintensität auf der Straße gleichbleiben, teilweise sogar erhöht. „Da die LED-Leuchten jedoch kein Rundumlicht wie die bisherigen Pilzleuchten bieten, werden Randbereiche wie Hofeinfahrten nicht mehr ausgeleuchtet und wirken wesentlich dunkler als bisher“, erklärt Bürgermeister Frank Werner.
„Mit dem Umbau kommt die Gemeinde einer vielfach in den letzten Jahren geäußerte Forderung nach, den Lichteinfall auf die Fenster und Hausfassaden einzudämmen. Zurückliegend hatte die Gemeinde in zahlreichen Fällen die Rückseite der Lampen auf Wunsch der Anwohner abgeklebt, um die Beleuchtung von Fenstern und Hauswänden zu vermeiden. Auf der anderen Seite melden sich derzeit auch Anwohner, die genau diesen Lichteinfall explizit sogar wünschen. Diesen unterschiedlichen Wünschen kann die Gemeinde leider nicht gerecht werden,“ so der Bürgermeister.
Mit der Maßnahme ändert sich auch die Lichtfarbe: Das vorherrschende Orange wird durch ein gelb-weißes LED-Licht (4000 Kelvin, neutralweiß) ersetzt. Zwar habe die Gemeinde bei der Lichtauswahl Wert darauf gelegt, dass eine wärmere LED-Lichtfarbe eingesetzt werde, dennoch wirke dieses Licht im Vergleich zu den orangefarbenen Natriumdampfleuchten greller und in der Gesamtausleuchtung dunkler. „Tatsächlich ist die Ausleuchtung der Fahrbahnen und der Gehwege jedoch besser,“ so Werner.
Aber noch einen anderen Aspekt erwähnt der Bürgermeister im Gespräch mit unserer Zeitung: „Mit dem Umbau auf LED Technik wird auch die sogenannte Lichtverschmutzung verringert. Wo man bisher beim Blick auf den Ort oftmals eine orangefarbenen „Lichtglocke“ wahrgenommen hat, wird der Nachthimmel künftig kaum noch beleuchtet. Ferner sind die neuen LED Leuchten auch insektenfreundlicher.“
Mit der Investitionsmaßnahme in Höhe von 205.000 Euro, welche mit Bundesmitteln aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz in Höhe von 154.780,80 Euro gefördert wird, leistet man einen Beitrag zum vom Gemeinderat beschlossenen Klimaschutzkonzept. So verbrauchen die LED-Leuchten bei gleichen oder besseren Lichtverhältnissen im Straßenbereich rund 70 bis 80 Prozent weniger Strom. Die Investitionsmaßnahme werde sich bereits nach rund sechs Jahren amortisieren.
Verständnis zeigte Bürgermeister Frank Werner für diese zahlreichen Rückmeldungen aus der Bürgerschaft: „Wie viele Entscheidungen hat auch diese Maßnahme Vor- und Nachteile.“ Insgesamt sei das voranschreiten der LED-Technik nicht aufzuhalten. Wenn punktuell nachgearbeitet werden müsse, biete die Gemeinde eine Überprüfung an.