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Glasfaserausbau schreitet voran

Gebaggert wird für schnelles Internet
Baumaßnahmen für kreiseigenes Glasfasernetz sind an verschiedenen Stellen sichtbar – Innerörtlicher Ausbau noch in der Planung


Angelbachtal. (ram) Es wird gebaggert, von Mühlhausen dem Fahrradweg entlang in Richtung Eichtersheim aber auch innerhalb des Ortes sieht man in den letzten Tagen große Kabeltrommeln. Gebaut wird aktuell das Glasfasernetz des Rhein-Neckar-Kreises, das in allen Kreisgemeinden eine schnelle Internetverbindung sicherstellen soll.
Die sogenannten Backboneleitungen, welche die Gemeinden miteinander verbinden, führen zu zwei Übergabestationen in der Eichtersheimer Frankenstraße und in die Michelfelder Karlstraße, erläuterte Bürgermeister Frank Werner jetzt den Gemeinderäten bei ihrer jüngsten Zusammenkunft. Angelbachtal ist Mitglied im „fibernet.rnk“, dem Zweckverband High-Speed-Netz Rhein-Neckar. In diesem Zusammenhang erteilten die Bürgervertreter dem Bürgermeister die Ermächtigung, bei der Verbandsversammlung der Änderung der Verbandssatzung zuzustimmen, um Themen rund um die Kostenverteilung zu verändern.
Bis zum Jahresende sollen die Leitungen des Kreises einsatzbereit sein und später mit gemeindeeigenen Glasfasern direkt bis zum Hausanschluss für schnellstmögliche Internetverbindungen sorgen. Aktuell können davon jedoch nur die direkten Anlieger der Backbonetrasse profitieren, die inzwischen von den Firmen informiert wurden, und sich einen Hausanschluss legen lassen können. Genaue Kosten dafür liegen der Gemeinde nicht vor, so der Bürgermeister. Diese dürften in ähnlicher Höhe liegen, wie die Kosten für einen Telefon- oder Wasseranschluss, mutmaßte das Gemeindeoberhaupt mit Blick auf die notwendigen Arbeiten.
Für schnelles Internet ist außerdem in den beiden aktuellen Neubaugebieten im Ort gesorgt, wo die Gemeinde bei den Erschließungsarbeiten bereist die Leitungen bis an die Grundstücksgrenze gelegt hat. Diese gemeindeeigenen Leitungen werden aktuell vom Fernsehkabelnetzbetreiber Primacom versorgt, sobald das Ortsnetz dann komplett ausgebaut ist, werden auch diese an das neue Glasfasernetz angeschlossen.
Absurd ist dabei, wie der Bürgermeister den Gemeinderäten erläuterte, dass die Telekom zunächst kein Interesse an Glasfaserleitungen in den Neubaugebieten hatte, schlussendlich aber doch Leitungen verlegte, parallel zur Gemeindeeigenen.
Für die innerörtliche Feinplanung des Netzes hat der Gemeinderat im vergangenen Jahr den Auftrag an den Zweckverband erteilt, inzwischen liege diese im Entwurfsstadium vor. Ermittelt werden soll anhand dieser Planung unter anderem, was der Ausbau kosten wird und wie ein Ausbauszenario aussehen könnte. Dabei betont Bürgermeister Frank Werner, dass bei jeder Baumaßnahme an Bürgersteigen die entsprechenden Leerrohre bereits verlegt werden, um damit die späteren Ausbaukosten und den Aufwand zu reduzieren.