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Pfingstmarkt sorgt für Defizite im fünfstelligen Bereich

Eintrittspreise steigen einen Euro – Großes Programm kostet viel Geld

Angelbachtal. (ram) Noch rund 10 Wochen sind es, bis Bürgermeister Frank Werner wieder zum großen Hammer greifen, und den Hahn ins Bierfass schlagen muss, um damit symbolisch den Pfingstmarkt zu eröffnen. Weit über den Kraichgau hinaus hat sich das beliebte Fest in den letzten Jahrzehnten einen Namen gemacht.
In seiner jüngsten Sitzung hatte sich der Gemeinderat mit dem Pfingstmarkt zu befassen, doch um Programm und Planung ging es dabei nicht. Im Zentrum der Diskussion standen die Finanzen. Dabei wurde deutlich, dass das dreitägige Fest für die Gemeindekasse schwer defizitär ist. Rund 63.000 Euro musste die Gemeinde im Jahr 2014 und 2015 zuschießen, 2016 könnten es – wenn alles abgerechnet ist – etwa 100.000 Euro werden, so Bürgermeister Frank Werner. Hintergrund sind die wetterbedingten Schwankungen bei den Besuchern der Schlossparkbeleuchtung. Diese liegen im Schnitt zwischen 9.000 und 11.000 zahlenden Besuchern (über 14 Jahren). Aufgrund des kühlen Wetters waren im vergangenen Jahr nur etwas mehr als 6.000 Besucher gekommen.
Gleichzeitig seien die Ausgaben für das breitgefächerte Programm mit Musikgruppen, Lasershow und wechselnden Sonderattraktionen zur Schlossparkbeleuchtung hoch. Auch Toilettenreinigung, GEMA-Gebühren, Werbung und Personalkosten für Bauhof- und Verwaltungsmitarbeiter müssten berücksichtigt werden, so das Gemeindeoberhaupt.
Einstimmig entschied der Gemeinderat deshalb, die Eintrittspreise für die Beleuchtung um einen Euro auf dann sieben Euro anzuheben. Zwar ist auch damit keine Kostendeckung zu erreichen, jedoch wird das Defizit etwas verringert.
Angehoben werden auch die Parkplatzgebühren für die Großparkplätze, wo das Technische Hilfswerk das Einweisen der Fahrzeuge und die Ausleuchtung in den Abendstunden übernimmt. Hier wird der Preis von einem auf zwei Euro je Fahrzeug angehoben.