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Jugend- und Gemeinschaftshaus eingeweiht

Aus der Fahrzeughalle wurde ein farbenfroher Speisesaal -  Mensa bietet Platz für 80 Schüler und Kindergartenkinder gleichzeitig – Viele Besucher beim Tag der offenen Tür


Von Ralf März

Angelbachtal. (ram) „Nun ist unser Schulcampus komplett,“ brachte es Rektor Ulrich Schwenk am Sonntag vor den zahlreichen Ehrengästen auf den Punkt, die zur Einweihung des neuen „Jugend und Gemeinschaftshauses am Sonnenberg“ an den Mensa-Tischen Platz genommen hatten.
Im Oktober 2015 wurde begonnen, das ehemalige Feuerwehrhaus, direkt neben der Sonnenbergschule gelegen, umzubauen und zu erweitern. Der kommunale Jugendtreff, der bereits vor einigen Jahren in den ehemaligen Kameradschaftsraum eingezogen war, musste während der Sanierungsarbeiten ins Vereinsheim ausweichen. Angebaut wurde an die ehemalige Fahrzeughalle eine große Mensa-Küche, auf der anderen Hallenseite entstanden Räume für den DRK-Ortsverein. Rund drei Viertel der ehemaligen Fahrzeughalle wurden zu einem lichtdurchfluteten und farbenfrohen Raum umgebaut. Hauptsächlich soll dieser als Schulmensa genutzt werden.
“Dass wir heute zusammen dieses Jugend- und Gemeinschaftshaus seiner Bestimmung übergeben können, ist für unsere Gemeinde wie ein Festtag,” stellte Bürgermeister Frank Werner gleich eingangs fest. Mit der Nachfolgenutzung für das alte Feuerwehrhaus hätte man kein passenderes Konzept finden können, so Werner, der auch daran erinnerte, dass der Beschluss zum Umbau im Gemeinderat kein Einstimmiger war. Dennoch habe sich der Rat mit großer Mehrheit zu einer sehr weitsichtigen und umfassenden Umbaumaßnahme entschieden. Dabei hob der Bürgermeister die rund 80 Quadratmeter große Küche „mit höchsten Ansprüchen an effiziente Arbeitsabläufe“ genauso hervor wie die LED-Beleuchtung und die Anbindung des Gebäudes an die Holz-Hackschnitzelheizung der Schule.
Man habe Wert darauf gelegt, den Raum hell, freundlich und frisch zu gestalten, erklärte Architekt Berthold Mayer in seinem Grußwort. Insgesamt sei ein funktionales und barrierefreies Gebäude entstanden. Auch den Kostenrahmen von rund einer Million Euro werde man einhalten können, erklärte er, bevor er den symbolischen Schlüssel an Bürgermeister Werner übergab. Doch diesem hatte er auch noch eine Kochschürze und einen großen Kochlöffel mitgebracht.
Landtagsabgeordneter Dr. Albrecht Schütte (CDU) lobte das Gebäude als eine Investition in die Zukunft. Hier würden Steuergelder sehr sinnvoll ausgegeben, gab er auch mit Blick auf die zahlreichen anderen Maßnahmen im Kinder- und Jugendbereich der Gemeinde zu bedenken, und hob sie als Vorbild für viele andere Kommunen hervor.
Schulrektor Ulrich Schwenk sprach mit Blick auf den Speisesaal von einem sozialen Dreh- und Angelpunkt. Dabei hob er besonders den Ortswechsel, den Weg, vom Schulgebäude zum Gemeinschaftshaus als etwas Entspannendes hervor.  
DRK-Ortsvereins-Vorsitzender Ralf Kerschbaum sprach der Gemeinde vor allem seinen Dank für die neuen Vereinsräumlichkeiten aus. Er blickte zurück auf das Jahr 1906 und die Vorläufer des DRK in Eichtersheim. Die Erfordernisse seien stets gewachsen, mit dem Anbau an das Gebäude hat das DRK nun Raum für Schulungen und Sanitätskurse, kann sein Material und auch das Einsatzfahrzeug unter einem Dach vereinen.
Kirchengemeinderätin Ursel Balheim überbrachte Grüße von Pfarrer Emanuel Fritz, der sich gerade in Elternzeit befindet, und stellte fest, dass sich die Gemeinde an die heutige Situation der Familien anpasse und fügte hinzu: „Die Liebe Gottes geht auch durch den Magen!“
Eine passendere Überleitung hätte es zu Kürbisrahmsüppchen, Schweinebraten mit Knödel und Kraut kaum geben können, denn nach einem weiteren musikalischen Beitrag der Band „Skylarks Music“, unter anderem mit Bürgermeister Werner am Gesangsmikrofon, durften die Gäste zum Tablett greifen und genießen, was die „Heckerstuben“ aus dem Eichtersheimer Schloss, die auch das Mensaessen zubereiten, gekocht hatten. Geschöpft wurde vom Mensa-Team unter der Leitung von Bianca Fries-Kippenhan.
Nach der offiziellen Einweihung machten sich am Nachmittag, bei Kaffee und Kuchen, auch zahlreiche Bürger ein Bild vom entstandenen Jugend- und Gemeinschaftshaus. Dabei öffnete auch der Jugendtreff seine Räume und gab einen Einblick in die Arbeit.